Erste Handpan Serie


Birgit Pestal (2018)

DIOTIMA Handpan Serie – Archiv (2018)

diotima1 handpan pygmyDIOTIMA #0 (verkauft)

Arbeitstitel: „Diotima“

Skala: F-Pygmy

Zentrale Note: Impex („Dong“)

 

DIOTIMA #1 (verkauft)

Arbeitstitel: „Morla“

Skala: F-Equinox

Zentrale Note: Impex („Dong“)

 

Zuerst für eine längere Weile als Prototyp gekennzeichnet, bevor sie schließlich als Diotima 1 durchging.

DIOTIMA handpan carlgustavDIOTIMA #2 (verkauft)

Arbeitstitel: „Carl-Gustav“

Skala: D-Amara

Zentrale Note: Impex („Dong“)

 

diotima-handpan-akbalDIOTIMA #3 (verkauft)

Arbeitstitel: „Akbal“

Skala: F-Pygmy

Zentrale Note: Impex („Dong“)

 

DIOTIMA-4-PANLAB-HANDPANDIOTIMA #4 (verkauft)

Arbeitstitel: „Faraday“

Skala: D-Voyager

Zentrale Note: Dome  („Ding“)

 

 

DIOTIMA-handpan-hijazDIOTIMA #5 (verkauft)

Arbeitstitel: „Passage“

Skala: D-Hijaz

Zentrale Note: Dome („Ding“)

DIOTIMA #6 (verkauft)

Arbeitstitel: „Kahuna“

Skala: D-Amara

432hz

DIOTIMA_handpan-hookele

DIOTIMA #7 (verkauft)

Arbeitstitel: „Ho’okele“

Skala: D-Amara

Zentrale Note: Dome („Ding“)

 

 

handpan diotima jaguarDIOTIMA #8 (verkauft)

Arbeitstitel: „Jaguar“

Skala: F-Pygmy

Zentrale Note: Dome („Ding“)

 

 

 

DIOTIMA-handpan-vulcanusDIOTIMA #9 (verkauft)

Arbeitstitel: „Vulcanus“

Skala: F-Pygmy

Zentrale Note: Dome („Ding“)

 

 

DIOTIMA-handpan-Rosinante

DIOTIMA #10 (verkauft)

Arbeitstitel: „Rosinante“

Skala: D-Amara

Zentrale Note: Dome („Ding“)

 

 

c-ursa-gis2-handpanDIOTIMA #11 (verschenkt)

Arbeitstitel: „Eve“

Skala: C-Ursa Minor / G minor hexatonic

Notiz: C3 Hat sich während dem Finetuning in Ab2 verwandelt (G minor hexatonic, siehe Video), war dann eine Weile verfügbar. Ist dann aber bei weiteren finetuning Versuchen später schließlich hauchzart ein-gerissen – und wurde dann zum  Prototype umbetitelt, ohne zentrale Note.

 

 

 

DIOTIMA-handpan-AmandaDIOTIMA #12 (verkauft)

Arbeitstitel: „Amanda“

Skala: D-Voyager

Zentrale Note: Dome („Ding“)

 

DIOTIMA_handpan-charlieDIOTIMA #13 (verkauft)

Arbeitstitel: „Charlie“

Skala: C-Ursa Minor

Zentrale Note: Dome („Ding“)

 

 

 

scamander-D-aegeanDIOTIMA #14 (verkauft)

Arbeitstitel: „Scamander“

Skala: D-Aegean

Zentrale Note: Dome („Ding“)

 

 

nils-d-aegean-dongDIOTIMA #15 (verfügbar)

Arbeitstitel: „Niels“

Skala: D-Aegean

Zentrale Note: Impex („Dong“)

 

 

DIOTIMA #16 (verkauft)

Arbeitstitel: „Sokrates“

Skala: F-Equinox

Zentrale Note: Dome („Ding“)

„DIOTIMA“ ist neben den „PAN LAB PROTOTYPES“ die erste offizielle Handpanserie, die im PAN LAB entstand. Fast alle Instrumente der Serie sind bereits seit langem verkauft.  Alle Arbeitsschritte wurden von Birgit durchgeführt (ein wichtiges Kriterium dieser Serie, weitere Kriterien finden sich weiter unten). Die Wartung der Werkzeuge und der Ausbau der Werkstatt erfolgte mit Hilfe von Martin Grabner.

DIOTIMA#4 – gespielt von Moritz Labschütz („Sounddrop“ & „Klangwelten“)

DIOTIMA: Klang

Fundamentalton, Oktave und Quint/Duodezime müssen in jedem einzelnen Klangfeld gut verankert sein bzw. eingespannt sein, damit es so schön klingt, aber auch weitere Harmonics der Obertonreihe werden bewusst anvisiert in meinem Stimmprozess, im speziellen die zweite Oktave. Das entspricht übrigens auch der natürlichen Obertonreihe der Stimme. Der Sustain (Nachklang) ist eher lang, der Anschlag weich und wenig metallisch und der Klang wird als „tief“ erlebt. Die Quinten lassen sich auch ohne abdämpfen deutlich zum klingen bringen und so birgt jedes Tonfeld mehrere Spielmöglichkeiten. Hinter den 9 sichtbaren Tonfeldern verbergen sich mit den Oktaven und Quinten 27 Töne.

Es werden derzeit standardmäßig oben 9 und unten 0 Töne eingestimmt (wird mit Augenzwinkern so formuliert wegen der Tesla-Zahlenmystik). Das ist auch ein Kennzeichen der Serie DIOTIMA.

Rhythmus, Melodie, Obertöne

Beim Anspielen einzelner Töne erklingen Obertöne – beim mehr rhythmischen Spiel scheinen diese bald miteinander in Schwingung zu geraten und wie zu schweben und können mit Handbewegungen auch „gefächert“ werden. Die obersten Obertöne sind genaugenommen wohl bei jedem Instrument immer etwas anders, je nachdem wie ein Tuner sie als schön empfand-und so gesehen ist eigentlich jede Handpan ein „Prototyp“, zum Beispiel also was die Wirkung dieser Schwebungen betrifft.

PAN LAB Prototype – gespielt von Nadine Stanilewicz- www.nadasworld.de

DIOTIMA: Bauweise und Stimmmethode

Das Layout wird in Kompromiss der verlängerten Nodallinien mit bestmöglicher Spielerfreundlichkeit für jedes Instrument gesondert angefertigt.

Nach Möglichkeit zeigen alle Oktavlinien in das Zentrum, so weiß man als Spieler immer wo die Quinten zu finden sind –und dadurch sind die Instrumente laut Feedback von Spielern für manche Anfänger besonders geeignet. Hauptsächlich werden bei den elliptischen Tonfeldern die Ratios von Shellopan verwendet, mit gewissen Abweichungen. Viele Grundlagen beruhen auf Shellopan Know How, aber inspiriert von anderen Makern, wie etwa Deepan und Soulshine, kamen auch andere Vorstellungen in die Methodik und beim Aufbau meiner Werkstatt musste ich viele Kompromisse machen – so begann schließlich ein ganz eigener Weg.

Die Tonfelder werden für die Reihe DIOTIMA mit Druckluft vorgepresst, daher haben sie relativ klare elliptische Formen, die händisch weiter ausgearbeitet werden (der Arbeitsschritt nennt sich beim Steelpanmaking das „Grooving“).

Derzeit ist eine Stimmung der Töne in 440hz oder 432hz möglich. Das Blech wird abwechselnd erhitzt und gestimmt um eine höhere Stabilität zu erreichen.

Farben

Kreative Designs der Oberfläche gibt es vorläufig nur bei individuellen Bestellungen, ansonsten ist die DIOTIMA einfärbig in verschiedenen Blautönen – bis hin zu Schwarz.

Blech

Die Wahl des Materials ist eine besondere Herausforderung, es ist der Schlüssel zu allem was danach passiert klarerweise. Es handelt sich hier um 1mm dickes, nitriertes, tiefgezogenes Stahlblech, 55 cm Außendurchmesser, Höhe 13cm (Gesamthöhe 26cm + ca.1cm mit Ding), Gewicht 4,4kg. Für die genaue chemische Zusammensetzung hat jeder Maker sein eigenes Rezept – ich nicht, denn dafür fehlte mir noch die Zeit und mein eigenes Blech will ich erst in Zukunft entwickeln. Das Blech für die Serie DIOTIMA bestelle ich bei einem in der Szene recht bekannten, hochqualitativen Lieferanten, der einige Jahre Erfahrung mit Handpans vorzuweisen hat – und ist garantiert PANArt zertifiziert lizenzfrei.

„Ding“ oder „Dong“

Die zentrale Note in der Mitte ist das Herzstück des Instrumentes und kann eine Kuppelform aufweisen (der weit verbreitete Eigenname dafür von PANArt dafür lautet „Ding“) oder nach innen gewölbt sein (Impex, oder wie ich scherzhaft sage „Dong“). Beide Varianten erzeugen schöne Bässe, der Impex kann mehr wie ein Tablafeld gespielt werden, die Kuppel bietet manchen mehr Spaß für die Daumen.

Stimmservice

Eine spätere Begutachtung des Zustandes bzw. Nachstimmen im  PAN LAB ist mit kurzer Terminvorlaufzeit möglich – und für mich  auch interessant und aufschlussreich.

Ich empfehle einen Besuch nach einem Jahr. Nachstimmen -auch von fremden Blechen (außer PANArt) – ist vorort jedenfalls gerne möglich und kostet nach der bisherigen Erfahrung fallspezifisch zwischen €50-250,- (inkl. Steuer).

Bei sachgemäßer Pflege (Abwischen mit dem Micorfasertuch) und der Vermeidung von Gefahren (Stürze) ist davon auszugehen, dass das Blech nicht nur relativ stabil im Klang bleibt, sondern außerdem auch etliche Jahre oder Jahrzehnte rostfrei bleibt. Das nitrierte Ausgangs-Material für die DIOTIMA beziehe ich bei einem internationalen spezialisierten Lieferanten, welcher den Nitrier-Lizenzierungstest der Firma PANArt bereits absolviert hat und eindeutig nicht lizenzpflichtig ist.

Rechtliches
Rechtliches / Garantie und Gewährleistungsbestimmungen

Käufer werden bei der Rechnungslegung im PAN LAB Vienna aus Absicherungsgründen gebeten mit ihrer Unterschrift und der Bezahlung zu bestätigen, dass das PAN LAB, trotz höchstmöglicher Sorgfalt beim Herstellprozess keine Gewährleistung für die Dauer und Haltbarkeit der eingestimmten Töne übernehmen kann, schlicht deshalb, weil dafür eine langjährige Erfahrung fehlt und Musikinstrumente, die auf Reisen gehen z.B. auch in wetterbedingte Extremsituationen kommen können.

Ein (z.B.14-tägiges) Rückgaberecht muss laut gesetzlicher Bestimmung in Österreich bei Vorort-Einkäufen offiziell ja nicht eingeräumt werden, aber ich bemühe mich dennoch gerne darum, sofern es vertretbar ist. Übrigens gibt es seit August 2018 auch eine Leihkaufoption.

Pflege
Sicherheitshinweise und Pflege

  • Pan mit Microfasertuch am Besten nach jedem Spielen abwischen um Schweiß oder Fett zu beseitigen
  • Ca. einmal im Monat mit wenig Kokosnussöl oder z.B. mit wenigen Tropfen „Phoenix“ Handpan Oil und dem Microfasertuch polieren- schützt langfristig vor Rost
  • Trage beim Panspielen keine Ringe, Uhren, Armbänder, auch herunterhängende Ketten sind gefährlich und können die Oberfläche zerkratzen
  • Hände waschen vor und nach dem Spiel kann nicht schaden
Lagerung
  • Pan niemals in geschlossener Tasche aufbewahren
  • Pan niemals feucht werden lassen oder im Notfall sofort abtrocknen
  • Keine Gegenstände rundherum herumstehen haben, die drauffallen können
  • Pan mit den Tonflächen nach unten lagern um vor herabfallenden Gegenständen zu schützen
  • Besucher sensibilisieren! Es passiert schnell, dass jemand zu fest schlägt oder unachtsam ist und sie z.B. runterfällt. Es ist ja eine ungewöhnlich große Blechschüssel, nicht jeder kann das automatisch gut handhaben!
  • Vorsicht vor Diebstahl. Pan nicht im Auto oder sonstwo unbeaufsichtigt sichtbar liegen lassen!
  • Wie jedes Musikinstrument möchte auch die Handpan nicht gerne in der knallen Sonne liegen. Wenn die Pan dennoch heiss geworden ist, bitte auskühlen lassen , bevor man wieder spielt, denn aus einigen Fällen ist bekannt: die Töne aller Handpans gehen durch massive Hitze tendenziell rauf und durch massive Kälte (bei etwa einer Nacht im Auto bei minus 10 Grad) bis zu einem Halbton runter, aber es gibt eine Art „Gedächtnis“ im Stahl und die Klänge sollten sich selbst wieder stabilisieren. Daumenregel: Einfach nie in die Sonne legen wenn kein Blechtuner in der Nähe ist- und niemals spielen wenn die Pan heiss ist.

Das war DIOTIMA

„Im Sokrates Dialog mit Diotima geht es um die Liebe, die Schönheit, das Gute. Diotima hat aber dabei keineswegs eine einseitige oder gar zweidimensionale, sondern eine ausgenommen balancierte, mehrschichtige Sichtweise. Darin werden die hellen und dunklen Leidenschaften des Menschen keineswegs ein- oder ausgeklammert, so wie beim klassischen antiken bzw. beim besser bekannten Bild vom Eros, der, weil er ja göttlich ist, nur schön und nur gut ist und überhauptst immer nur gut und immer nur schön sein kann… und somit sowieso von zwei göttlichen Göttern abstammen müsse. Bei Diotima ist dahingegen die Penia, die personifizierte Armut, die Mutter von Eros, welche zur Götterparty nicht eingeladen war.

Bemerkenswert ist außerdem, dass Sokrates in dem Dialog die Fragen stellt und ein neugieriger, aktiver Zuhörer ist – und nicht alle Fragen „nur“ beantwortet, wie in übrigens allen anderen Sokrates Dialogen, die alle mit Vertretern des männlichen Geschlechts stattfinden. Diotima beibt aber eine mysteriöse Figur, und es ist nicht sicher was der Autor Plato von den Dialogen vielleicht selbst erfunden haben mag.

handpan-matheIch würde sagen, die Liebe ist in dem Dialog letztlich der Wunsch oder das Streben nach dem Schönen, das man immer haben will, und so muss sie im Übrigen auch die Liebe ZUR Philosophie (nicht zu EINER bestimmten Philosophie, nota bene) beinhalten – und nicht „nur“ die Liebe zu schönen Körpern, oder auch meinetwegen Musikinstrumenten, oder die Liebe zu schönen Seelen usw… Es geht konsequenterweise auch um den Wunsch nach Unsterblichkeit (#Spira Mirabilis). Und vielleicht auch um die Schönheit sowohl der Mühen als auch dieser Schöpfungskraft, die wir auf uns nehmen und die wir an den Tag legen, und zwar um dann dieses „Schöne“ – oder eben den harmonisch dahinschwebenden Klang – möglichst „für immer“ zu haben. 

Vortrefflich finde ich Diotimas Rede über die poetische „Dichtung“, um die Kunsthandwerke zu beschreiben. 

Hinter den schönen Tönen in den Pfannen steckt sehr viel potentieller, prozesshafter Missklang… das Hämmern ist brutal und daher erträgt es übrigens auch kaum ein Spieler lange beim Nachstimmen seines eigenen Instrumentes überhaupt dabei zu sein. Es gibt unendlich viele nicht-stimmige Möglichkeiten, wie sich die Obertöne anordnen können auf so einem Stück Blech. Was hier also gelingt, ist ein kleines sehr analoges, wenn auch unsichtbares aber deutlich hörbares, handgearbeitetes Faszinosum… etwas, das auf’s Innerste zu berühren vermag und dem vom Spieler wiederum Schöpfungskraft oder Groove oder auch andere Bedeutungen eingehaucht werden können.“ 

(Birgit Pestal auf die Frage, ob sie den elendslangen und schwer zu lesenden DIOTIMA Dialog bitte kurz zusammenfassen könne – und kurz erklären, warum der Dialog für Pan-Enthusiasten lesenswert sein könnte. In meiner  englischen Version dieses Textes finden Interessierte übrigens keine 1 zu 1 Übersetzung sondern weitere spannende Bezüge des DIOTIMA Textes zur Blechstimmkunst.)

Kurzusammenfassung: Ideenlehre von Plato (engl.) „Plato on: the forms“ #TheSchoolOfLife

Über-Dramatische Aufbereitung aber trotzdem eine brauchbare Kurz-Zusammenfassung über DIOTIMA (engl.): „PHILOSOPHY: Diotima – The Philosopher of Love“