Für den Fall, dass Sie mich um meine Meinung zum Thema “Handpankauf” fragen wollen- bitte lesen:

Ich würde Ihnen empfehlen, eigentlich egal worum es geht, bewusst und lokal einzukaufen. Und für eine größere Ausgabe würde ich nichts überstürzen. Die Vorfreude bei einem anstehenden Kauf ist zudem ein riesiger Teil der gesamten Erfahrung.

Gut zu wissen: Vor nicht so langer Zeit war es noch sehr schwer solche Instrumente zu bekommen. Sie können heute allerdings entscheiden, ob es superschnell gehen muss oder, ob Sie eine mehr persönliche ‘Reise’ oder sogar ein sehr persönliches Abenteuer daraus machen wollen.

Bitte bedenken Sie auch bevor Sie eine Handpan kaufen, dass Sie evtl. eines Tages Reparatur- oder Stimmservice benötigen.

Halten Sie das Instrument in Händen bevor Sie Geld ausgeben. Jeder Mensch ist vermutlich in der Lage ein klares Ja zu spüren – und wenn man es nicht spürt – dann ist es vermutlich kein klares Ja.

Unterstützen Sie durch Ihren Instrumentekauf einen kleine/n KunsthandwerkerIn in Ihrer Umgebung direkt und vermeiden Sie Onlineshops und große Portale, die Massenprodukte oder insbesondere Importware anbieten. In Europa ringen kleine Kunst-Handwerker um ihre Existenz, während einige eifrige Händler das große Geschäft machen mit importierter Ware. Aber das ist ja bekanntlich in so vielen Bereichen so – das müssen Sie selbst entscheiden.

Wer nach einer orignalen Hang(R) sucht, muss mit panart.ch Kontakt aufnehmen (sie wird nach mehrjärhiger Pause nun wieder offiziell angeboten): Die Hang (R) wird soweit mir bekannt ist, jedoch nicht jedem Menschen verkauft, da es sich laut PANArt wohl um ein Kunstobjekt für Auserwählte (bzw. eine “soziale Plastik”) handelt.

Größte Vorsicht bei Flohmarktangeboten und Ebay, da es endlos viele Betrugsfälle aller Art gibt. Speziell wenn es um überteuerte “Hang(R)” Spekulationsobjekte geht (diese sind oftmals verbeult und nicht mehr original gestimmt).

Ich würde zudem keinem Händler trauen, der mit dem Begriff oder Keyword  “Hangdrum” offen Werbung macht, da bekannt ist, dass PANArt den Begriff immer schon beleidigend wahrnimmt (da Instrumente dieser Art nicht wie eine Trommel gespielt werden, da sie sich sonst verstimmen) und Hang(R) außerdem eine geschützte Marke ist. Jemand der diesen alten Wunsch von PANArt absichtlich missachtet, will ziehmlich sicher einfach ein großes Geschäft machen , ohne sich im Geringsten mit der Materie und Geschichte beschäftigt zu haben oder diese zu respektieren . Derartige Praktiken unseriöser Werbung haben zur heutigen Rechtsunsicherheit der Handpans stark mit beigetragen.

Überlegen Sie sich auch welche Produktionsverhältnisse und auch quasi welche geistigen Energien hinter einer Sache stehen und entscheiden Sie möglichst bewusst, was Sie konkret unterstützen wollen. Es geht ja auch darum, was Sie sich da in Ihr System hereinholen.
Die Materialien, Größen, Skalen, Herstellungsverfahren sind bei den HerstellerInnen sehr verschieden – und auch die Dynamik der Hammerschläge jedes Tuners und auch die Intention, Hingabe und Sorgfältigkeit, mit der gebaut wird.

Welche Skala, welches Material, welcher Sound usw.? Wenn Sie mich fragen, dann müssen Sie sich da durchprobieren und Ihre Präferenzen selbst entdecken!
Anders gesagt: Wie schön, dass Sie (noch) die Auswahl haben!!!
Denn: Wenn PANArt die Streitfälle vor Gericht gewinnen würde, wird es ja keine Auswahl mehr sondern nur noch “Hang(R)” geben dürfen – und auch nur noch ein Material (“Pang”- von PANArt) und eine Größe und auch eine vergleichsweise schon sehr beschränkte Noten und Skalenrange.

Ich würde also sagen: Genießen Sie unbedingt Ihre Reise zu Ihrem eigenen Instrument und lassen Sie sich nicht verrückt machen – etwa durch Marketing Schwurbelsprech – oder auch durch all die Gefühle, die Sie möglicherweise für diese Instrumente bereits empfinden.