Lab Pans
Heißes Eisen aus der Wiener Klangschmiede Manufaktur
Instrumente im PAN LAB entstehen in Serien. Die neunte Serie hatte den Titel:
„HOLON“
(2023/24)
HOLON ist ein Begriff von Arthur Köstler und bedeutet „ein Ganzes, das Teil eines anderen Ganzen ist“.
Diese avantgardistische Serie rekombiniert das Beste aus der Serie „Artefacts“. Es entstanden wenige Einzelstücke und auf Bestellung auch zusammenpassende Sets.
- dezentrale, gewagte, „queere“, experimentelle Layouts
- viel mehr Noten oder auch : weit weniger Noten (dafür sehr große, sehr tiefe)
- nach außen gewölbte sehr tiefe Bassnoten auf beiden Seiten
- versetzte Ports (Schalllöcher) auf der Unterseite.
- Prototypen: Hydroforming Experimente
- Hybride Instrumente aus 2 – 3 Stahlsorten
- „KONTRAPAN“ mit Skirts (Ringen) in verschiedenen Layouts, mit besonderen Basslinien
- Sonderanfertigungen mit mehreren kleinen Ports (Löcher) mit Pitch
- Sechs- und Acht-eckige Dimpel- und Kuppelformen (Hexas und Oktos)
- Varationsreiche Designs (individuelle Oberflächengestaltung)
Im Paket war enthalten:
- Pflegeset: PAN LAB Pflegeöl im wiederbefüllbaren Fläschchen + Microfiber
- verstärkter, schwarzer Kantenschutz – für Klangeigenschaften und Schutz
- individuelles Skalensheet mit den Akkorden + mögliche Begleitakkorde (Beispiel: D-Celtic)
- Inkludiert: eine ganz einfache Tasche ( andere Modelle sind extra, z.B. Rucksackmodelle)
- Erstes Stimmservice ist gratis (Checkup empfohlen nach zwei Jahren)
- Versand innerhalb EU möglich / Beratung gern via Videochat möglich (Signal/Telegram/Skype)
- Verleihoption: Kaufpreis ist Kaution! Verleih gratis bei anschliessendem Kauf
Spezifikationen:
Stahl: variiert
Durchmesser: 552mm (gleichbleibend)
Höhe: variert
Gewicht: variiert
Zitate von Köstler
„Holon: Nach dem griechischen holos = ganz; das Suffix on deutet dabei auf den Teilchencharakter hin.“
„Der lebende Organimsus und das soziale Gebilde sind keine Anhäufungen von elementaren kleinesten Einheiten ; sie sind vielschichtige, hierarchisch aufgebaute Systeme von Sub-Ganzheiten, die sich ihrerseits in Sub-Ganzheiten einer niedrigeren Ordnung auffächern, wie Puppen in der Puppe. Diese Sub-Ganzheiten oder „Holons“ (…) haben zwei Gesichter, von denen das eine die unabhängigen Merkmale der Ganzheit und das andere die abhängigen Merkmale des Teils aufweist. Jedes Holon muss seine Autonomie bewahren und behaupten, sonst würde der Organimsus seine Struktur verlieren (…). Gleichzeitig aber muss das Holon den Ansprüchen des (…) größeren Ganzen untergeordnet bleiben. (…) Diese selbstbehauptende Tendenz ist ein fundamentales und universales Charakteristikum von Holons. (…) Auf der anderen Seite werden die Aktivitäten der Holons von Kontrollinstanzen (…) angeregt, gehemmt oder modifiziert. (…) Somit besitzt die selbstbehauptende Tendenz des Holons einen Gegenspieler in seiner integrativen Tendenz, die als Teil des größeren Ganzen wirkt.“ (Arthur Koestler, „Die Wurzeln des Zufalls“, Seite 122 un123, München/Wien , Scherz Verlag, 1972)
„Kein Mensch ist eine Insel – er ist ein Holon. Ein janusköpfiges Wesen, das sich nach innen hin als ein in sich geschlossenes, einzigartiges Ganzes und nach außen hin als ein abhängiger Teil sieht. Seine Tendenz zur Selbstbehauptung ist die dynamische Manifestation seiner einzigartigen Ganzheit, seiner Autonomie und Unabhängigkeit als Holon. Ihr ebenso universeller Antagonist, die integrative Tendenz, drückt seine Abhängigkeit von dem größeren Ganzen aus, zu dem er gehört: sein ‚Teil-Sein‘.“
„Ein Sträfling spielte mit seinen Wärtern Karten. Als sie ihn beim Mogeln ertappten, warfen sie ihn aus dem Gefängnis heraus.“
More Information about the Holon series (english):
Mehr Info und Bilder: Siehe PAN LAB Avantgarde Serie „Artefacts“
Was bisher geschah…
In dem kleinen Haus an der alten Donau entstanden zwischen 2017 -2020 sechs Hand Pan-Serien mit unterschiedlichen Kriterien: Jedes einzelne Instrument wurde von Herstellerin Birgit Pestal möglichst genau dokumentiert. Es gab bisher die Serien DIOTIMA, BINGEN, RUMI, BAKER, TZU und FRANKLIN (diese Serien spiegelten jeweils philosophische und bautechnische Überlegungen und Veränderungen. Abgerundet wurde diese Schaffensphase dann mit der Serie “Signature“).
Danach folgte im Zuge der Rechtsstreitereien, aber auch noch den Folgen der Pandemie, dem Verlust des Kernteams sowie Krankheits- und sogar einem Todesfall ein tiefes Bedürfniss nach Kohärenz – so entstand die sehr persönliche und kleine Serie „Coherence“ – in der die Stabilität vor allem in sich selbst gesucht wird.
Daneben – also über die Jahre verteilt- gab bzw. gibt es folgende “Special Editions”: “Prototypes” (seit 2016), “Pandrums”, kollaborative DIY Pans, ein paar andere spannende Experimente, die Reihe “Tortuga” in Kooperation mit Thomas Ender, sowie die “Artefacts” – das ist heißes Eisen aus der rebellischsten Avantgarde-Ecke des PAN LABs (darunter fallen etwa “Diamant-pans”, “PortPans” und andere – auch unveröffentlichte- Experimente).
Wer Lust hat kann durch das Online Archiv der Serien browsen- und vielleicht auch die eine oder andere Entdeckung dabei machen.
Für Fragen rund um aktuelle Verfügbarkeiten von Instrumenten bitte um Kontaktaufnahme.







