Quanten vs. Quinten


Keine Chance mit Quanten? Versuchs mit Quinten. 

Eine Anregung zur „Quintenphysik“ 

Text in Revision befindlich (14.2.2020)

Von Quanten und Quinten

Natürlich, es ist lachhaft- es heisst ja, wer behauptet die Quantenphysik durchschaut zu haben hat nichts davon verstanden. Außerdem hat niemand im PAN LAB Physik studiert. Wie können wir also etwas halbwegs Sinnvolles darüber sagen? Tja nun, es ist aber nunmal so:

Stehende Wellen, Eigenfrequenz, Schwingungs-Knotenpunkte, Schwingungsbäuche… in der Quantenphysik findet man lauter Begriffe, die auch für die Blechstimmkunst relevant sind.

Wenn man sich Vorträge oder Literatur aus Blechstimmkunst Perspektive zu Gemüte führt, kommt man evtl. nicht umhin, dass es manchmal so scheint, als würden diese Menschen über Blechstimmkunst sprechen, aber ohne sie je entdeckt zu haben. In einem Vortrag über Quantenphysik resümmierte der berühmte Quantenphysiker Werner Heisenberg, dass schon der Begriff des Verstehens problematisch ist. Wir sagen quasi- wir verstehen etwas, wenn wir Voraussagen machen können. Aber in der Quantenphysik wird das ja so richtig kompliziert. Es heisst, wir als „Menschheit“ haben sie verstanden (denn wir nutzen sie auch mit sovielen modernen Geräten), und das obwohl wir keine absoluten Voraussagen machen können. Außerdem werden diese Erkenntnisse von den Physikern in Schaltkreise verwandelt, ohne dass die eigentlich verstehen, warum das Ganze funktioniert – also fast so ähnlich wie jemand, der ein Pferd zureitet und eigentlich keine Ahnung hat von diesem tiefgründigen lebendigen Wesen Pferd.  Es gibt wie gesagt so einige Ähnlichkeiten zum Blechstimmen, wenn man sich auf so ein (relativ vereinfachendes) analoges Denken halt einlassen möchte.

Im PAN LAB ist daher eine Frage laut geworden: Was passiert hier eigentlich? Was bewirken diese lokalen Transformationen der Materie? Was ist das eigentlich, was wir da erschaffen- also dieses mehrdimensionale Schwingungsgebäude, das in einem Membran (Tonfeld) durch Hammerschläge in eine „Lokalität“ gezwungen wird. Weder Intuition noch WIssenschaft alleine können das Problem des verstimmten Tonfeldes lösen, also welche Rolle spielt möglicherweise das Bewusstsein des Tuners dabei?

Wir können diese Fragen nur aufwerfen. Als Anregung haben wir hier eine Reihe Videos angesehen und ein paar Gustostückchen gesammelt, die in die Quantenphysik einführen und wer dabei an die Stimmkunst denkt, wird vielleicht die einen oder anderen ‚Schmankerl‘ entdecken, die für das Stimmen von Blech vielleicht nicht unwesentlich sind.

 

Unvorhersagbarkeit, Unbestimmtheit, Unentscheidbarkeit

Diese drei wesentlichen Kategorien der Quantenmechanik kann man auch beim Stimmprozess mit dem Hammer am eigenen Körper erfahren. Selbst jemand, der sich bereits eine hohe Kontrolle über das Membran erarbeitet hat, wird zugeben müssen, dass die Begriffe auch im Lernprozess mit dem Hammer wesentlich sind. Eine hohe Flexibilität ist bei der Arbeit mit dem Hammer erforderlich, denn es beginnt mit einem unkontrollierbaren Zustand, der erst kontrollierbar gemacht werden muss und dann erst kontrolliert werden kann. Dabei muss man, so möchte ich behaupten, nicht nur spiegelverkehrt denken können, sondern quasi mehrdimensional spiegelverkehrt.

Vorab ist „unvorhersehbar“ welcher Punkt der richtige ist, um etwa sagen wir nun die Oktave zu heben, wenn sie zu niedrig ist, denn grundsätzlich ist das Membran eben unkontrollierbar – besonders am Anfang.  Es ist außerdem „unbestimmt“ wo die Knotenpunkte auftreten werden, der Tuner muss sie selbst erst ‚erschaffen‘ und symmetrisch arbeiten. Bei jedem Tonfeld, sind je nach Ratio möglicherweise andere Winkel für diese Achsen und Punkte zentral. Man steht also vor dem Problem, dass man mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten muss, die man aber selbst erst abschätzen muss – im Trial und Error Verfahren. Und manchmal steht man vor dem Tonfeld wie vor einem Doppelspalt-Experiment – und kommt aus dem Staunen nicht heraus (denn wo man zwei oder maximal drei Sachen erwartet hat, sind plötzlich 5 oder 7 oder mehr).

Dann kommt noch hinzu, das ein Hit (Blow)- also ein Hammerschlag- auf sovielen Weisen falsch ausgeführt werden kann, selbst wenn man den richtigen Punkt zum richtigen Zeitpunkt erwischen würde: zu stark, zu schwach, falscher Hammer, falsche Technik. In dem Spannungsfeld von ‚unbestimmt‘, ‚unentscheidbar‘ und ‚unvorhersagbar‘ bewegt sich ein Tuner mit seiner persönlichen Wahrscheinlichkeitsrechnung quasi entgegen aller Logik mit dem Hammer anfänglich geradezu brachial und „archaisch“ – und braucht auch enormen Mut und Risikobereitschaft dafür, das bereits Geschaffene mit jedem Hammerschlag wieder zu verlieren. Kein Wunder so gesehen, dass der entstandene Klang so berührend ist! Dahinter steckt wirklich eine Menge Arbeit, die man sich unmöglich vorstellen kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat (alleine diese unglaubliche und letztlich wunderschöne Energie der Verlustangstbewältigung, mit der man mindestens Monate lang zu kämpfen hat, wenn nicht Jahre, wenn nicht immer- ist bemerkenswert.)

Erst nach langem Üben kann man Schritte voraussehen und auch schnell mehrere Abläufe gezielt planen. Also nur irgendein Beispiel: erst die Oktave von innen an der langen Achse ‚lowern‘, dann die Quint an der Achse innen heben, dann das Membran außerhalb der Grenze nachstrecken, dann an der Fundamentalachse nachspannen um mehr Saft in den Ton zu bekommen. So könnte vielleicht (ein sehr banaler, wohlgemerkt) Prozess im Kopf eines erfahrenen Tuners aussehen, der sich in nur einer Sekunde beim Analysieren eines Tonfeldes abspielt. Das ist quasi ein höchst kognitives Erfassen von einer unsichtbaren Architektur, ähnlich als würde jemand das Lösen von einem Rubikwürfel durch pures Ansehen erfassen. Oder ähnlich wie ein/e ProgramiererIn, der/die sich die Architketur einer Software überlegt und die Gesetzmäßigkeiten versteht.

Eine programmierte Webseite etwa, muss in allen Browsern gut aussehen und auf allen mobilen Endgeräten funktionieren. Ein Tonfeld muss, egal wie man das Instrument haltet und egal ob man es von innen oder außen anspielt, stabil sein und schwingen. Es gibt insofern in beiden Beispielen keine Kompromisse darüber, wie das Endergebnis zu sein hat – es muss letztlich den/die  Nutzer/in (etwas boshaft sagen Programmier dazu: DAU, „dümmster anzunehmender User“) überzeugen.

 

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Bit from Hit

Das Blech von selbst tut nichts. Man muss es erst bearbeiten, um auch Information zu bekommen. Sobald man hämmert, gibt es eine Art Kommunikationsprozess- das Blech gibt jetzt Information über seinen Ist-zustand und die Hände, die den Hammer führen, können in der Sekunde reagieren. Das bedeutet das Messen und das Kreieren passiert gleichzeitig. Das passt von dem her gut zum Welle Teilchen Dualismus, sofern man sich halt auf diese Betrachtung einlassen möchte.

Eine berühmten Aussage von Quantenphysiker Anton Zeilinger entsprechend, die wörtlich lautet „It from Bit“, ist die Bedeutung der Informationsebene entscheidend. Die Materie kommt überhaupt erst durch eine Informationsebene zustande. Das bedeutet, die Info war zuerst da, dann das Materielle.  Das „It“ kommt also vom „Bit“ (Information) und das ist für sich genommen völlig revolutionär, Materie ist demnach „geronnenes Bewusstsein“.

Ich mache mal daraus kurzerhand „Bit from Hit“ um möglichst einfach zu erklären, was meiner Vorstellung nach beim Stimmen passiert: Wir bekommen als Blech-Tuner nun ein Bit (Information) von einem Hit (Hammerschlag). Dabei entsteht ein dynamischer Flow, der sich (wenn man genug Übung hat, bzw. irgendwann) völlig natürlich anfühlt und der dazu führt, dass die Materie nun so verformt wird, dass eine Schwingungsebene (Information, Klang) in Erscheinung treten kann.  Das ist höchst spannend! Kein anderes Material fällt mir ein, dass uns diese Erfahrung auf diese direkte Art und Weise bietet, also sehr analog und ohne die Berücksichtigung irgendwelcher versteckten Mechaniken, die auf der klassischen Newton Physik beruhen (gegen welche die Quantenphysik ja seit Max Planck,1901, so vehement aufbegehrt).

Die Physik will ja die Wirklichkeit vollständig erklären – das konnte die Newton Physik bei Weitem nicht, aber wenn ich die Literatur richtig verstanden habe, gelingt genau das ja der Quantenphysik- und zwar unter Miteinbezug aller irrationalen Grauslichkeiten, die man sich ja gar nicht vorstellen will (die Geschichte der Quantenphysik erzählt viel darüber, wie es den besten Physikern und Mathematikern der Welt beim Betrachten ungelöster Probleme in der Hinsicht nur so speiübel wurde). Aber ist das nicht furchtbar traurig, dass uns durchschnittlich schlecht gebildeten Menschen diese tiefgründige Weisheit, die da schon vor zig Jahren entdeckt wurde, eigentlich komplett versagt bleibt? Stattdessen „profitieren“ wir von einer aus allen Ufern laufernden Molekularbiologie und  Quantencomputern und Qubits und Algorithmen, die vorhersagen was wir morgen kaufen wollen. Denn all das war ja erst in Folge der Enträtselung der Welt durch die Quantenphysik möglich! Wir haben so gesehen eigentlich sehr peinlich analog denkende „Newton geprägte“ Gehirne im Vergleich zu den superintelligenten Quanten orientierten mehrdimensionalen Technologien, die wir ja heutzutage verwenden, als wäre es etwas völlig Banales, immer schon Dagewesenes. Strenggenommen sind wir vielleicht gar nicht mündig genug für diese Technologien, denn unsere Gehirne hatten ja überhaupt gar keine Chance zu verstehen, wie diese Dinge funktionieren und auf welchen fantastischen und unglaublichen Prinzipien sie beruhen. Vielleicht muss also eine Kunstform her, die es schafft unseren Gehirnen – idealerweise auch in Kombination mit unseren Händen, denn wir wollen ja eigentlich die Dinge so gerne „begreifen“  – eine Erfahrung zu erlauben, die zumindest in diese Richtung geht.

Heute wissen wir: Ein Forschungszustand existiert immer genau einmal unter den gegebenen Bedingungen (Anton Zeilinger)- sehr schön auch veranschaulicht anhand von Hans Peter Dürr’s Chaos-Pendel (siehe Video). Wenn man nun, so wie ich, überall nach Blechklang  Bezügen sucht, ist ein Vergleich sehr leicht hergestellt: Jedes Tonfeld ist eigen, es gibt keine gleichen zwei, jedes ist eine neues Experiment – und selbst wenn ein Schüler seinem Lehrer genau jeden Hammerschlag nachmachen würde, würde dabei niemals ein Klang herauskommen. Tonfelder sind von dem her wie Schneeflocken. Man weiss vorher nicht, in welcher Form sie herauskristallisieren.  Es gibt viele Aspekte der Quantenphysik, die von Menschen wie H.P. Dürr, H. Lesch oder auch Vera Birkenbihl für ganz normale Menschen erklärt worden sind – und von denen man so einige, wenn man das halt will, mit der Praxis der Blechstimmkunst erfahrbar machen kann.

 

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Symmetrie, Schönheit, Harmonie

Ich resümiere, dass die Handpan bzw. die Steelpan, eine Art kopernikanische Wende im Musikinstrumentebau und Verständnis von Klang bedeuten könnte. Sie kombiniert, einfach gesagt, die Magie, die von Gong, Flöte und Trommel ausgehen- alle mehr oder weniger analog und aus mehr oder weniger einem Werkstück ohne komplexe Mechanik,alle ‚uralt‘ in der Menschheitsgeschichte. Das Handpan zählt zu den Idiophonen, also „Selbstklinger“, das bedeutet, dass was da angespielt wird, auch das ist, was klingt. Vielleicht ist es auch das, was die Menschen so zu berühren vermag, also der Aspekt des „Selbstklingers“.

Auf einer tiefen Ebene erzählt das Handpan vielleicht von den Erkenntnissen der Quantenphysik, und zwar jenen höchstkomplexen Zusammenhängen, die sonst nur eine handvoll Mathematiker auf der Welt in ihrer Schönheit überhaupt erfassen können. Die mussten eben vorher durch den Dreck der hässlichen Gleichungen, so ähnlich wie ein Tuner der durch seine eigene Kakophonie durch muss und sich den Lohn des Wohlklangs sauer verdienen musste.  Es ist bezeichnend, dass die Schönheit in der Mathematik spätestens seit Einstein so eine große Bedeutung gewonnen hat.

Ist es zudem nicht bemerkenswert, dass von Einstein bis Heisenberg, so viele Quantenphysiker virtuose Musiker im Privatleben sind oder waren? Was war es, was sie sich von der Musik und der musikalischen Beschäftigung holten?

Besonders spannend sind auch die Überlegungen von Quantenphysiker Wolfgang Pauli zum Thema Archetypen- aber dazu sollte besser ein eigenes Dossier erscheinen- denn das Thema hat gewisse Untiefen – gerade wenn man eine so spezielle Form wie Hang oder Handpan betrachtet.

 

Musikinstrumente bauen ist eine Erfahrung

Zum Abschluss möchte ich feststellen, dass es unglaublich viele Dokumentation über die Wirkung des Musizierens auf das Gehirn, Musiktherapie, Klangheilung, Frequenzheilung usw. gibt, und das in all diesen Dokumentationen immer Musikinstrumente wie selbstverständlich – also fast schon so, als wären sie etwas Naturgegebenes- vorkommen. Das ist wirklich auffällig. Keiner der vielen Redakteure dieser Dokumentationen fragt: Woher kommen denn die Instrumente? Unter welchen Bedingungen sind sie entstanden? Wie wurde diese „Magie“ eingearbeitet? Was ging im Kopf und in den Händen des Herstellers vor? Musikinstrumente sind nicht naturgegeben oder selbstverständlich, jemand hat sich sehr viel überlegen müssen, unglaublich viel sogar. Denken wir z.B. nur an  Phytagoras und das Monochord. Oder erinnern wir uns: die Kirchen-Orgel war das wahrscheinlich aufwendigste technische Kuriosum seiner Zeit. Das temperierte Klavier hat die Musiktheorie in der Form , wie wir sie heute kennen, sehr stark beeinflusst. Und sie ist dermaßen kompliziert, dass viele Menschen sie ihr Leben lang studieren und doch nicht alles erfassen können, was sie beinhaltet. Jede Beschäftigung mit Musik heute hat ihre Ausgangsbasis in einer Geschichte eines Menschen, der sich, ich kann nur spekulieren darüber, von seiner Gruppe zurückzog und z.B. die erste Flöte schnitzte oder das erste Leder auf einen Baumstamm spannte. Der Zweck dieser Tätigkeit muss immer schon gewesen sein, dass das Musizieren die Menschen in eine Art gemeinsame Trance versetzte. Dass es diesen Zustand überhaupt gibt, verdanken wir nicht nur Musizierenden, Musiktheoretikern und Musikpädagogen sondern vor allem einer langen Geschichte von MusikinstrumentebauerInnen, die diese Möglichkeiten für die Menschheit überhaupt erst zur Verfügung gestellt haben. Instrumente, seien sie auch nur eine Art „Ersatz“ für die menschliche Stimme, haben die Stimme nachgebildet, haben sie erweitert, haben uns zusätzliche Dimensionen erschlossen.

Es heisst, wenn du die Quantenphysik verstehen könntest, wäre das wie eine Ganzkörpererfahrung, es ist nicht rein kognitiv, sowie etwa das rein kognitive Verständnis einer logischen Gleichung. Es würde so richtig durch und durch gehen. Ein Forscher kann sich ja selbst nicht aus dem Erforschten ausnehmen, es ist also mehr eine Erfahrung. Vielleicht ist das der Grund warum ich behaupten möchte, es gibt einen wundervollen Zusammenhang zwischen Quinten und Quanten. Beim Hämmern erleben wir Kreation und Erforschung, eine direkt erfahrbare Mehrdimensionalität- beim Versuch eine Schwingung in Erscheinung treten zu lassen, auf einem Material, dass an keiner Stelle flach, unsymmetrisch, langweilig oder unschön ist- und dabei auch immer ein Geheimnis bewahrt – auf dieser endlosen Obertonreihe, die ja eine direkte Verbindung zur Unendlichkeit herstellt. Wenn ich das so formuliere, klingt das ggfs. nun ein Stück weit poetisch, aber hat auch wissenschaftlichen Gehalt. Es ist mMn keineswegs ein „esoterisches“  Mutmaßen über (sogenannten) „Quantenquark“ der heute wahnsinnig häufig ist (sehr viele Dinge, die da so behauptet werden, widersprechen sogar der Quantenphysik) und wo wirklich alles je nachdem wie man es gerade gerne hätte, vermischt wird. In der Fachliteratur zeigt sich: Es ist schlichtweg falsch zu behaupten „alles ist irgendwie relativ“ oder „Alles ist mit allem verbunden“ (würde das Stimmen würden wir die Quantenphysik nicht nutzbar machen können). Es ist leider einfach  viel viel komplizierter als die Esoterik es oft gerne hätte. Es ist so ähnlich wie mit den Phytagoräern. Jedenfalls: Wenn alles in einer Handpan miteinander verbunden wäre etwa.. also ich glaube nicht, dass jemand das dann noch so schön stimmen könnte. Aber gewisse Komponenten in einer Handpan werden aber schon -würde ich sagen- geradezu „verschränkt“.

Gute Forschung muss, denke ich, Fragen aufwerfen. Ist es also vielleicht die Rolle der Kunst und des Kunsthandwerks, und zwar heute mehr denn je, die Erkenntnisse der höchst abgehobenen WIssenschaft für Alle erfahrbar zu machen? Der  Wissenstand über unsere Wirklichkeit darf nicht nur wenigen Mathematikern (oder Konzernen, die die Forschung auch noch finanzieren) vorbehalten bleiben. Es ist noch dazu dringend- denn sonst leben wir wie in einem zweiten Mittelalter, aber halt mit Smartphones. Es braucht also sogar ganz dringend die Kunst als VermittlerIn, es gibt vielleicht gar keinen „vernünftigeren“ Weg eine neue Epoche der Aufklärung einzuleiten. Denn wer von uns wird nun zig Jahrzehnte Physik studieren – für ein Quäntchen Wahrheit? Es muss direkter erfahrbar werden. Dabei könnte man auch fragen: Kann uns vielleicht gerade der Klang von der Ästhetik auch zur Ethik führen (vgl. zb Kant: von Ethik und Ästhetik, oder vgl: Ethik in der chinesischen Musiktheorie)?

Die Handpan (bzw eigentlich die originale HANG von PANArt, die Urahnin aller Handpans) kann mMn als ein kunstfertiges Symbol (vielleicht eines Tages sogar als Archetypus)  gesehen werden für die moderne holistische Physik. Und vielleicht sind allgemein Blechklangskulpturen ja deshalb so spät in der Menschheitsgeschichte entstanden- weil die Kunst eben auch das sichtbar macht, was die Wissenschaft gerade entdeckt.

„Die Physik kann sich nur weiter entwicklen in einer Beschreibungsweise die dinglich (sic!) ist. (…) Die Sprache die dafür geeignet ist, ist vielmehr die Kunst.“ (Quantenphysiker Hans Peter Dürr)

„Tanzt! Sonst seid ihr verloren“ (Pina Bausch, Choreografin)

 

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